Bodenbearbeitung und Dürre: Wie ist bei trockenen Böden vorzugehen?

Europa erlebt in diesem Jahr eine beispiellose Trockenheit. Die im August registrierten schlechtesten Werte seit 5 Jahrhunderten sind ein ernstzunehmendes Warnsignal.
Laut eines von der Europäischen Dürrebeobachtungsstelle, einer Institution der Europäischen Kommission, erstellten technischen Berichts befanden sich 47% des Kontinents in besorgniserregendem Zustand, während die Lage in weiteren 17% „alarmierend“ war.
„Es ist davon auszugehen, dass es in den westlichen Mittelmeerregionen Europas in den Monaten bis November 2020 überdurchschnittlich heiß und trocken sein wird“, heißt es in dem Bericht. Für die Iberische Halbinsel werden für diesen Herbst „wärmere und trockenere Bedingungen als üblich“ vorhergesagt. Dieses Panorama, das in vielen Gegenden der Welt anzutreffen ist, wird inzwischen von immer mehr Experten als „neue Normalität“ eingestuft.
Die Situation hat zwei gemeinsam aufgetretene Ursachen: der „verbreitete und anhaltende Mangel an Niederschlägen“ und „eine Reihe von Hitzewellen seit Mai“. Als Folge davon trocknen die Flüsse aus und durch das verminderte gespeicherte Wasservolumen kommt es zu verstärkten wirtschaftlichen Beeinträchtigungen, von denen bestimmte Sektoren, u.a. die Landwirtschaft, besonders betroffen sind.
Die besten Vorgehensweisen für die Bearbeitung trockener Böden
Ohne Wasser gibt es keine Landwirtschaft, also auch keine Nahrungsmittel. Deshalb müssen dringend Wege gefunden werden, um die immer trockener werdenden Böden zu bearbeiten.
Unter kategorischem Blickwinkel „müssen zur Erhaltung der Bodenfeuchtigkeit zwei Vorgehensweisen befolgt werden: zum einen, Verzicht auf Bodenbearbeitung, zum anderen Bodenbedeckung“, wie Professor Luis Miguel Arregui, von der Technischen Hochschule für Agrartechnologie und Biowissenschaften der Öffentlichen Universität Navarra erläutert. Etwas flexibler gesehen und unter Berücksichtigung der Notwendigkeit, weiterhin Nahrungsmittel zu produzieren, ist es wichtig, „die Bodenbearbeitung so weit wie möglich einzuschränken und den Boden bedeckt zu halten“.
Die Pflanzendecke, die in Baumfruchtpflanzungen häufiger anzutreffen ist, ist eine der agronomischen Praktiken, auf die sich die sogenannte konservierende Bodenbearbeitung stützt. Dank ihr wird die Fläche zwischen den Baumreihen durch eine lebende oder inerte Pflanzendecke geschützt.
Diese Decke wird einer genauen Kontrolle unterzogen, um zu verhindern, dass es zwischen sie mit der Nutzpflanze um im Boden enthaltene Nährstoffe und Wasser wettstreitet. Diese Decke kann aus Spontanvegetation, gesäten Pflanzenarten oder inertem Pflanzenmaterial bestehen, wie der Spanische Verband für Konservierende Landwirtschaft (Asociación Española de Agricultura de Conservación. Suelos Vivos (AEAC.SV)) erklärt.
Die minimale Bodenbearbeitung muss mit Werkzeugen und Maschinen ausgeführt werden, die den Boden so schonend wie möglich handhaben. Bellota Agrisolutions verfügt über Lösungen, die diesen Anforderungen gerecht werden. Ein gutes Beispiel dafür ist der Tiefenlockerer, eine Maschine, die eine tiefe, vertikale Bodenbearbeitung ausführt, um die Kompaktierung des Bodens zu vermeiden, ohne dessen Profil umzukehren oder die Vegetation unterzupflügen. Dabei zerkleinert er Erdklumpen, damit das Wasser nicht an der Oberfläche verbleibt und dessen Filtration erleichtert wird. In Dürreperioden wie dieser, ist der Einsatz des Tiefenlockerers ausgesprochen notwendig.
Für Arbeiten auf der Grundlage der minimalen Bodenbearbeitung schlägt Bellota Agrisolutions darüber hinaus die Verwendung von Grubberzinken oder großen S-Zinken vor. Da Grubberscharen bei der Bearbeitung trockener Böden einem höheren Verschleiß ausgesetzt sind, ist in der aktuellen Situation der Einsatz der DURATOP-Reihe die zur Vorbeugung der vorzeitigen Abnutzung des Teils mit hoch widerstandsfähigen Wolframcarbid-Plättchen versehen sind, oder der Grubber mit Doppelrippe zu empfehlen.
Für Böden mit Deckpflanzen bietet Bellota Agrisolutions den Landwirten VT-REX Scheiben für Eggen. Ihre speziell geschliffene Schneide erleichtert das Eindringen in die Pflanzendecke. Mit ihren 20/24 Wellen hat sie die gleiche Wirkung wie eine Scheibe des herkömmlichen Typs mit doppelter Anzahl kleinerer Zacken. Sowohl die Form der Welle als auch die aggressive Schneide gewährleisten eine längere Lebensdauer als die der Scheiben mit den üblichen Zacken.
Eine weitere bei Trockenheit oder Dürre in Betracht zu ziehende Praxis, die ebenfalls Bestandteil der konservierenden Landwirtschaft ist, stellt die Rotation oder Diversifizierung des Anbaus dar. Damit können Plagen und Krankheiten besser kontrolliert werden als in Monokulturen und man kann Pflanzen integrieren, die die natürliche Fruchtbarkeit des Bodens und die Biodiversität verbessern können.
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