Die Bedeutung der minimalen Bodenbearbeitung für die Gesundheit des Bodens

Der Weltbodentag am 5. Dezember bietet uns Gelegenheit darüber nachzudenken, wie wichtig es ist, unsere Böden zu pflegen und ihre Gesundheit zu verbessern. Das diesjährige Motto ist: „Sorge für Böden: Messen, Überwachen, Verwalten“ und unterstreicht die Bedeutung verfügbarer präziser und aktualisierter Daten über die Böden, um informationsgestützt Entscheidungen zu treffen, die einen nachhaltigen Umgang mit den Böden garantieren. Eine der wirksamsten und nachhaltigsten Techniken in diesem Sinne ist die minimale Bodenbearbeitung.
Was ist die minimale Bodenbearbeitung?
Minimale Bodenbearbeitung ist eine landwirtschaftliche Technik, bei der es darum geht, Störungen des Bodens während der Bearbeitung auf ein Minimum zu reduzieren. Im Gegensatz zu der konventionellen Bodenbearbeitung, bei der die Erde bewegt und umgepflügt wird, hält die minimale Bodenbearbeitung das Bodengefüge so intakt wie möglich. Dazu werden Werkzeuge eingesetzt, die lediglich die Bodenoberfläche beeinträchtigen.
Vorteile der minimalen Bodenbearbeitung
1.Verringerung der Bodenerosion: Durch die Reduzierung der Störung des Bodens ist die Erde auch weniger den Einwirkungen der Elementen ausgesetzt, wodurch die Erosion durch Wind und Wasser spürbar verringert werden kann. Dies ist für den Erhalt der nährstoffreichen oberen Bodenschicht von entscheidender Bedeutung.
2.Verbesserung des Bodengefüges: Die minimale Bodenbearbeitung trägt zum Erhalt des natürlichen Bodengefüges bei, indem sie die Bildung stabiler Aggregate fördert, die das Eindringen von Wasser und das Speichern der Feuchtigkeit verbessern. Dies ist insbesondere in dürregefährdeten Gebieten von Bedeutung.
3.Mehr organisches Material: Durch das Belassen von Ernteresten auf der Bodenoberfläche nimmt das organische Material des Bodens zu. Diese Reste wirken wie eine Schutzschicht, und wenn sie sich zersetzen, bereichern Sie den Boden mit essentiellen Nährstoffen.
4.Aufrechterhaltung der Biodiversität des Bodens: Die minimale Bodenbearbeitung unterstützt die biologische Aktivität des Bodens. Dazu gehören nützliche Mikroorganismen und Regenwürmer, die bei der Zersetzung von organischem Material und der Verbesserung der Nährstoffqualität eine wichtige Rolle spielen.
5.Verringerung der Kohlenstoffemissionen: Die Vermeidung intensiver Bodenbearbeitung hat eine geringere Freisetzung des im Boden gespeicherten Kohlenstoffs in die Atmosphäre zur Folge und trägt so zur Linderung des Klimawandels bei.
Bellota Agrisolutions verfügt über eine Reihe von Produkten für den Wechsel zur minimalen oder sogar zur vertikalen Bodenbearbeitung. So handelt es sich zum Beispiel bei den Vortex Scheiben um Scheiben für die vertikale Bodenbearbeitung mit unterschiedlichen Wellenmaßen für unterschiedliche Bearbeitungsbreiten. Diese Scheiben sind ideal für eine Bearbeitung des Bodens, ohne diesen dabei umzupflügen, damit sich die unterschiedlichen Erdschichten nicht vermischen. Das Ergebnis ist ein guter Schnitt an der Oberfläche sowie eine optimale Mischung der organischen Reste. Gleichzeitig wird der Boden vor Erosion geschützt. Im Unterboden wird die Erde so für die Bepflanzung vorbereitet, vollständig mit Sauerstoff angereichert und belüftet, damit die Wurzeln optimal wachsen können.
Die VT-REX Scheiben haben dagegen eine extrem scharfe Schneide, dank der sie in der Lage sind, die Erntereste wesentlich einfacher zu zerkleinern und gleichzeitig tief in die Erde einzudringen. Diese Scheibe wird auch in der vertikalen Bodenbearbeitung oder „vertical tillage“ eingesetzt, wo sie wesentlich schneller arbeitet als herkömmliche Scheiben und damit den Treibstoffverbrauch reduziert.
Eine andere Art zu versuchen, die Erosion des Bodens zu reduzieren, ist die Verwendung von Grubberscharen mit größerem Anstellwinkel, damit sie nicht so kantig in den Boden eindringen. Die Grubberschar 1512 hat zum Beispiel einen Anstellwinkel von 47º im Vergleich zur Universal-Schar mit 35º.
Neben den Techniken der minimalen Bodenbearbeitung empfiehlt die UNO zum Weltbodentag Fruchtfolgenwirtschaft, verstärkte Verwendung organischen Materials, Deckfruchtwirtschaft, Mikroorganismen zur Bewahrung der Biodiversität des Bodens und die Einführung von Praktiken zur verstärkten Bindung des im Boden enthaltenen Kohlenstoffs.
Schlussfolgerung
Die minimale Bodenbearbeitung ist eine landwirtschaftliche Technik, die zahlreiche Vorteile für die Gesundheit des Bodens und die Umwelt bietet. Da sie die Erosion verringert, das Bodengefüge verbessert, für mehr organisches Material sorgt und die Biodiversität erhält, stellt diese Praxis eine nachhaltige Lösung dar, um der Verschlechterung des Bodens entgegenzuwirken. An diesem Weltbodentag ist es unerlässlich, Praktiken wie die minimale Bodenbearbeitung zu fördern und umzusetzen, um eine gesündere und nachhaltigere Zukunft unserer Böden und unseres Planeten sicherzustellen.
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